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Startseite » Auto und Reise » Linksverkehr Auto und Reise - LinksverkehrWas macht den Linksverkehr so schwierig? Ich denke, es ist die Gewohnheit oder die Routine, wenn man jahrelang oder gar jahrzehntelang nur im Rechtsverkehr unterwegs ist. Im Prinzip ändert sich letztlich nur wenig, aber irgendwie läuft alles andersrum. Man sollte das Ganze mit einer gewissen Vorsicht angehen. Vor allem muss man doch ein paar Dinge beachten. Rechtslenker oder Linkslenker?Das ist schon einmal eine wichtige Frage. Linkslenker sind die Fahrzeuge, die wir von unserem Rechtsverkehr kennen. Das Lenkrad ist hier links. Rechtslenker werden normalerweise für den Linksverkehr gebaut. Das Lenkrad ist bei ihnen rechts. Wenn man in ein relativ weit entferntes Land mit Linksverkehr reist, dann wird man in der Regel kaum mit dem eigenen Fahrzeug anreisen. Also wird man hier vor Ort einen Rechtslenker anmieten. Allerdings fahren viele mit dem eigenen Auto in nicht so weit entfernt liegende Länder - zum Beispiel nach Großbritannien.Fährt man mit einem Linkslenker in ein Land mit Linksverkehr, dann hat man vor allem ein Problem: der Lenker ist auf der Seite des Straßenrandes. Dann kann man zwar den Abstand zum Seitenstreifen gut abschätzen, aber das Überholen kann schon zum Problem werden. Hier sollte man wirklich äußerste Vorsicht walten lassen und sich beim Überholen anderer Fahrzeuge doppelt und dreifach absichern. Ein weiteres bekanntes Problem ist die Scheinwerfereinstellung. Linkslenker sind für den Rechtsverkehr konzipiert. Der rechte Scheinwerfer streut etwas weiter zum Straßenrand, der linke streut kürzer und leicht nach rechts damit entgegenkommende Fahrzeuge bei uns nicht geblendet werden. In Ländern mit Linksverkehr verhält sich das dann gerade andersherum. Der rechte Scheinwerfer zeigt jetzt zur Straßenmitte und kann entgegenkommende Fahrzeuge blenden. Von daher bietet es sich nach wie vor an, die Scheinwerfer nach Herstellerangaben abzukleben, bevor man mit seinem Fahrzeug in ein Land mit Linksverkehr startet. Es bietet sich immer an, mit einem so genannten Rechtslenker im Linksverkehr zu fahren. Der Vorteil liegt auf der Hand: das Steuer befindet sich, wie im Rechtsverkehr, zur Straßenmitte hin. Somit hat man einen besseren Überblick, besonders beim Überholen. Allerdings kann diese Sicherheit auch trügerisch sein. Ich persönlich finde die Rechtslenker nicht so übersichtlich. Gerade beim Überholen fand ich das Einsehen des Gegenverkehrs oft schlecht. Vielleicht ist das auch Gewöhnungssache. Dennoch sollte man vorsichtig sein. Was auch sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist das Schalten mit der linken Hand. Beim Rechtslenker befindet sich die Schaltung zwar auch in der Mitte, aber halt links. Das kann einen etwas verwirren und zu dem ein oder anderen Schaltfehler (zumindest anfangs) führen. Die Fußpedale beim Rechtslenker sind übrigens genauso angeordnet wie beim Linkslenker. So gesehen muss man sich hier nicht umstellen. Was sich im Linksverkehr ändertAußer der Tatsache, dass man links fährt, ändert sich gar nicht mal so viel. Das wichtigste ist nach meiner Ansicht die umgekehrte Orientierung, wenn man in eine Strasse einfährt oder eine Strasse als Fußgänger überqueren will. Beim Rechtsverkehr schaut man beim Einfahren in eine Straße normalerweise immer zuerst nach links. Beim Linksverkehr ist das genau andersherum und deshalb auch etwas gefährlich. Hier muss man sich immer zuerst nach rechts orientieren, denn der Linksverkehr kommt von da! Das klingt sonderbar - aber jeder kann sich das einmal bildlich ins Gedächtnis rufen.
Auch das Abbiegen von einer Straße in eine andere ist an und für sich kein Problem. Man muss eben nur immer daran denken, beim Einbiegen wieder auf der linken Spur anzukommen.
Biegt man von einer Straße nach links in eine andere Strasse ein, dann muss man sich zu der am nächsten liegenden Spur orientieren - das ist die linke (siehe Abbildung links).
Biegt man jedoch nach rechts in eine andere Straße ab, dann muss man sich zur weiter gelegenen Spur orientieren - das ist dann die linke Spur (siehe Abbildung rechts).
Eine gewisse Unsicherheit kann sich auch beim Einfahren von Parkbuchten oder Parkplätzen ergeben. Hier sollte man immer daran denken, wieder auf die linke Fahrspur zu kommen. ![]()
Hält man links und will von dort wieder heraus, dann muss man im Prinzip nur nach rechts schauen, weil der (Links-)Verkehr von dort kommt. Danach muss man sich auf der selben Seite wieder einordnen (siehe Abbildung links).
Hat man jedoch auf der rechten Seite angehalten, dann muss man zum Einfahren zuerst nach rechts sehen (von da kommt der Gegenverkehr!) und danach zusätzlich nach links. Erst danach kann man über die Fahrspur zur linken Fahrspur einfädeln (siehe Abbildung rechts).
FazitEin Auto im Linksverkehr zu steuern, ist sicherlich kein Hexenwerk. Es ist aber eben auch keine Routine für die, die immer im Rechtsverkehr fahren. Von daher sollte man anfangs sehr vorsichtig sein. Eine bekannte Devise: man sollte sich permanent sagen "links fahren, links fahren....". Und man sollte seinen Beifahrer darum bitten, auch etwas darauf zu schauen, ob man immer links fährt. Vorsicht sollte man vor allem beim Einfahren in andere Straßen walten lassen. Hier vergisst man gerne einmal, sich wieder links einzuordnen.Aus meiner Sicht sollte man sich beim Überholen etwas zurückhalten - zumal man die örtlichen Verhältnisse meistens nur schlecht kennt.
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