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Daumen im Wind: Trampen

Trampen ist eine gute alte Tradition, die man heute insgesamt nicht mehr ganz so häufig vorfindet. In den 1960er und 1970er Jahren gehörte das Trampen zum guten Ton. Da gab es wenig Restriktionen und wenige Bedenken. Die Gefahren für Trampenden und Mitnehmenden waren überschaubar. Das hat sich aber schon insgesamt etwas geändert.

Früher war es so, dass viele Anhalter in Ermangelung eines Fahrzeuges aufs Trampen zurückgreifen mussten. Die Bereitschaft zur Mitnahme von Trampern war damals - relativ - gut. Aber auch nur relativ. Früher gab es einige Dinge, die man wissen musste. Das meiste gilt heute noch, zusätzlich muss man heutzutage hinsichtlich des Trampens noch ein paar weitere Dinge beachten.

Grundsätzlich kann beiden Seiten etwas passieren. Das kann man nicht herunterreden. Es fängt bei Belästigungen an und reicht bis hin zu Diebstahl, Missbrauch oder gar Tötung. Leider ist das so - und es wird wohl immer so bleiben. Also muss man grundsätzlich festhalten: Trampen ist immer risikobehaftet!

Grundsätzliche Infos und Tipps fürs Trampen:

  • gut sichtbar und sicher hinstellen. Nur wer gut gesehen wird, hat Chancen, mitgenommen zu werden. Und wer gut sichtbar an sicheren Stellen steht, minimiert das Sicherheitsrisiko.
  • dort hinstellen, wo Fahrzeuge auch anhalten können! Eigentlich klar, aber trotzdem immer wieder erwähnenswert. Am Ende einer Einfädelspur zu stehen, macht keinen Sinn. Nachdem man gesehen wird, muss ein Autofahrer erst mal entscheiden, ob er einen mitnimmt. Von daher sollte man sich am besten ein Stück vor Anhaltemöglichkeiten wie Parkbuchten oder ähnlichem aufstellen.
  • das eigene Erscheinungsbild sollte positiv auf Anhaltewillige wirken. Klingt spießig, kann aber hilfreich sein.
  • am besten nur bei Tageslicht trampen. Da wird man eher mitgenommen und es ist im allgemeinen auch sicherer.
  • am besten nicht alleine trampen
  • Frauen sollten immer noch vorsichtiger sein und vielleicht nur bei Frauen mitfahren
  • Autonummer notieren oder jemandem per SMS mitteilen (als Sicherheit). Eine Maßnahme, die nichts schadet und Daheimgebliebenen mitteilt, wo und wie man gerade unterwegs ist.
  • Autofahrer an Tankstellen ansprechen. Das hat sich als sicherer und erfolgreicher erwiesen. In einigen Ländern ist diese Maßnahme sogar obligatorisch, da das Trampen an sich zwar verboten ist, das Fragen nach einer Mitnahmemöglichkeit jedoch nicht.

Einige Länderinfos

In Europa kann man ziemlich überall trampen (bis auf wenige Ausnahmen). Deutschland gilt immer noch als ein Paradies für Tramper. Man wird oft mitgenommen und kann schnell große Strecken zurücklegen. Österreich ist ein ähnlich gutes Tramperland wie Deutschland. Ähnliches gilt in Frankreich. Dort hilft es, wenn man zumindest ein paar Brocken Französisch spricht. In Italien ist zum Beispiel das traditionelle Trampen mit Daumen im Wind verboten. Dort kommt man nur weiter, wenn man Leute direkt anspricht. Kroatien ist kein optimales Trampingland. Einheimische nehmen einen zwar mit, aber die Wartezeiten sind ziemlich hoch. Die Schweiz zählt ebenfalls nicht zu den optimalen Trampingländern. Man darf dort zwar trampen, bis man aber ein Ziel erreicht hat, kann es dauern.

In Rumänien und Polen wird eine gewisse Bezahlung erwartet. In Polen ist Trampen recht bekannt und man kommt gut vom Fleck. Auch in Rumänien kommt man gut los, aber aufgrund der schwierigen Infrastruktur nicht extrem weit.

[Alle Angaben ohne Gewähr. Urlaub-Reise-Wegweiser 06.2008]

Info im Web:


Anhalterfreunde.de
Gelungene Infoseite rund um das Thema Trampen.


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