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Informationen zu Madeira

Landesinfo
Sprache Portugiesisch
Hauptstadt Funchal
Fläche 794 km²
Einwohner 265.000
Höchster Punkt Pico Ruivo (1.862 m)
Zeitzone UTC
Internationale Vorwahl +351 291
Währung: Euro
Strom: 220V 50Hz.

Madeira ist einerseits eine Insel und gleichzeitig als Inselgruppe autonome Provinz Portugals. Zu der Inselgruppe gehören noch Porto Santo und zwei unbewohnte Inselgruppen, die Ilhas Desertas und Ilhas Selvagens. Als Teil Portugals gehört Madeira automatisch zur EU. Auf Madeira leben ca. 265.000 Einwohner (ca. 5.000 davon auf Porto Santo). Sie leben auf einer Fläche von ca. 794 km², wovon 741 km² auf die Hauptinsel Madeira und 45 km² auf die kleinere Insel Porto Santo entfallen.

Madeira ist eine ziemlich gebirgige Insel vulkanischen Ursprungs. Der höchste Punkt ist der Pico Ruivo mit 1.862 Metern. Die Insel fällt praktisch zu allen Seiten relativ steil zum Meer hin ab. Westlich von Câmara de Lobos findet man die mit ca. 580 Metern Höhe zweithöchste Klippe in Europa, das Cabo Girão.

Von der Küste her steigt die Insel Richtung Mitte stark an, inmitten der Insel ist dann im Prinzip das Hochgebirge von Madeira mit Pico Ruivo, Pico Do Arieiro, Pico das Torres und Pico Grande. Unter dem Meer setzt sich das Gestein der Insel bis auf eine Tiefe von schätzungsweise 4000 Metern fort!

Vulkanische Inseln sind im Bereich der Azoren nicht ungewöhnlich, auch die nahen Kanaren sind ja überwiegend vulkanischen Ursprungs. Die Lavaflüsse haben viele interessante Formationen und Höhlen hinterlassen. Die bekannteste Höhle dürfe Grutas De Sao Vicente sein, welche heute ein absolutes Tourismusmagnet ist.

Madeira besitzt aber für eine Insel vulkanischen Ursprungs eine recht vielfältige Flora und Fauna. Die Insel ist insgesamt relativ grün und wird gerne als die "Blumeninsel" bezeichnet. Aber auch wenn das alles recht schön erscheint, so muss man wissen, dass die meisten der Pflanzen hier ursprünglich nicht heimisch waren. Viele Pflanzen kamen nur durch die Menschen hierher, viele einheimische Pflanzen verschwanden wegen des Menschen. Ebenso stark muss der Einfluss des Menschen auf die Tierwelt auf Madeira gewertet werden.

Die Küstenregionen werden meistens von niedrigen Sträuchern geprägt. Bäume findet man hier selten, häufig findet man jedoch Kräuter und so genannte saftreiche wasserspeichernde Pflanzen. Ab einer Höhe von ca. 300 Metern wird es dann waldreicher, hier findet man die für Madeira typischen Lorbeerwälder. Die Lorbeerwälder bestimmen das Bild der Insel zu einem großen Teil, immerhin sind ein Fünftel der Insel mit Lorbeerwald bedeckt. Wenn es weiter hoch geht, dann geht der Lorbeerwald in einen Heidewald über mit niedrigeren Pflanzen und typischerweise vielen Baumheiden oder Besenheiden. Wenn man weiter Richtung Hochgebirge geht, dann wird die Flora deutlich karger. Stellenweise ist die Landschaft hier auch stark erodiert.

Verwaltungsgliederung

Madeira ist eine autonome Region innerhalb Portugals und nennt sich offiziell Região Autónoma da Madeira. Madeira selbst gliedert sich in elf Kreise. Der größte Ort ist der Hauptort Funchal mit ca. 102.000 Einwohner. Danach folgt mit ca. 30.000 Einwohnern Camara de Lobos. Machicho mit ca. 12.000 Einwohnern und Canico mit knapp über 10.000 Einwohner sind dann deutlich kleiner.

Madeira war wirtschaftlich lange ein Sorgenkind in Europa, die Menschen waren schlicht und ergreifend arm. Allerdings hat das Land seit Mitte der 1970er unglaublich aufgeholt und zog z. B. deutlich an Portugal vorbei. Der Hauptgrund dafür dürfte eindeutig im Tourismus liegen, der mittlerweile die Haupteinnahmequelle der Insulaner ist. Zuletzt wies die Insel ca. 30.000 Hotelbetten auf, was nach Willen der Verantwortlichen in absehbarer Zeit auf ca. 40.000 Betten gesteigert werden soll.

Parallel zum Tourismus hat man jedoch auch durch Steuervergünstigungen viele Unternehmen auf die Insel gelockt. Diese konnten ein paar tausend neue Arbeitsplätze schaffen. Häufig findet man auf der Insel Unternehmen der Internet- und Telekommunikationsbranche.

Tourismus

Die Anzahl von Urlaubern, die Madeira jedes Jahr besuchen, stieg von 180.000 im Jahr 1976 auf circa 1 Million im Jahr 2005. Das ist mehr als beachtlich, vor allem weil die Insel die Steigerung der Besucherzahlen vergleichsweise gut verkraftete.

Madeira ist eine der Hauptinseln britischer Touristen. Allerdings konnte sich Madeira in den letzten Jahren auch bei anderen Nationalitäten durchsetzen. Die Zahl deutscher Urlauber stieg vergleichsweise stark an. Funchal wird mittlerweile mehrfach in der Woche von per Flugzeug von Deutschland aus bedient.

Madeira war lange Zeit auch ein klassisches Ziel für ältere Menschen, weshalb die Insel den Ruf als Rentnerinsel erhielt. Mittlerweile versucht man aber, in größerem Maß jüngere Urlauber und vor allem Aktivurlauber anzuziehen. Die Insel gilt als ausgesprochenes Wanderparadies. Die Temperaturen sind vom Frühling bis Herbst für Wanderer enorm angenehm. Vor allem bekannt sind die klassischen Wege entlang der Levadas (Wasserkanaäle). Eine anspruchsvolle Wanderung ist die Route zwischen dem Pico do Arieiro und dem Pico Ruivo.

Für Badegäste war Madeira früher eigentlich nicht interessant, denn es gab kaum nennenswerte Badestrände. Auch hier hat man im Lauf der Jahre einige Badebuchten und Strände neu eingerichtet. Bekannte Strände und Buchten sind Lido Galomar in Caniço, Porto Moniz, Calheta. Ein interessantes Tauchrevier liegt in Caniço. Wer baden will, der sollte sich auf der Insel Porto Santo unsehen. Man kommt per Fähre dorthin oder mit dem Flugzeug. Die Insel ist praktisch nur durch die Strände interessant, die sich hier auf einer Länge von fast 10 Kilometern als schöne Sandstrände erstrecken.

Sehenswürdigkeiten Madeiras

Transport und Verkehr

Das Straßennetz auf Madeira ist mittlerweile gut. Man kann sagen, dass seit der Mitgliedschaft in der EU 1986 unglaublich viel in den Straßenbau investiert wurde. Es gibt ein gutes Netz an Schnellstrassen, auf den man die klassischen kleinen Straßen bzw. Orte umfahren kann. Äußerst schön ist die Straße entlang der Küsten Madeiras.

Öffentlicher Busverkehr

Wer nicht mit dem Mietwagen fahren will, der kann gut auf Buslinien zurückgreifen. Das Netz ist ganz gut, auch viele kleine Orte und Nebenstrecken werden bedient. Ein Zentrum des Busnetzes ist Funchal.

Etwas dünner ist das Netz aber im dünner besiedelten Westen und Norden der Insel

Hier fahren die Busse auf etwas abenteuerlichen Straßen, die Fahrt dauert meist länger und ist oft recht aufregend. Allerdings kommt man mit den Bussen in der Regeln nicht in die interessanten Regionen des Hochlands.

Luftverkehr

Der wichtigste Flughafen ist Flughafen Santa Catarina in Santa Cruz. Er liegt im Osten Madeiras und fertigt über 2 Mio Passagiere im Jahr ab (möglich wären weit über 3 Mio.).

Die Flugzeit von Deutschland nach Madeira beträgt ca. 4 Stunden.

Schifffahrt

Mit Fähren sah es früher ziemlich schlecht aus, allerdings hat man auch hier etwas nachgebessert. Es gibt eine permanente Verbindung zur Insel Porto Santo. Dazu kommt eine Fähre nach Gran Canaria und eine Autofähre von Portiomao in Portgual nach Funchal.




[09.2009]

Weitere Infos im WWW

Infos zur optimalen Reisezeit für Madeira
Offizielle Tourismus-Website Madeiras
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