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urlaubsreise Kamerun
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Urlaubs- und Reiseziel Kamerun

Landesinfo
Fläche: 475.442km²
Einwohner: ca. 18,9Mio.
Hauptstadt: Yaounde
Amtssprache: Französisch, Englisch
Zeitzone: UTC +1
Landesvorwahl: +237
Internet-Suffix: .cm
Währung: CFA-Franc BEAC
Strom: 220V 50Hz.

Kamerun ist ein Staat in Zentralafrika. Grenzen gibt es zu Nigeria, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea sowie zum Atlantischen Ozean.

Kamerun ist ein landschaftlich vielfältiges (und rohstoffreiches) Land, welches im Zentrum flache Plateaus aufweist. Im Norden erhebt sich aber das Hochland von Adamaua. Im Westen gibt es einige Gebirge, welche in der Regel vulkanischen Ursprungs sind. Im Süden findet man Plateaus mit tropischem Regenwald. Die Küstenregionen sind relativ eben. Aufgrund seiner Vielfalt wird Kamerun häufig als Afrika im Kleinformat bzw. Afrique en miniature bezeichnet.

Die meisten Menschen leben rund um Yaounde, im Grasland der Bamileke sowie rund um die wichtige Hafenstadt Douala. Kamerun weist eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren auf. Leider wurden auch in Kamerun viele Naturgebiete und damit auch Lebensräume für Tiere zerstört. Allerdings beginnt man sich mittlerweile auch in Kamerun für den Erhalt der Natur und Tierwelt zu interessieren. Ein Beispiel ist der Takamanda Nationalpark. Er soll dem Schutz der gefährdeten Cross-River-Gorillas dienen. Das Wildtierreservat Dja gehört schon seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Viele Gebiete im Land stehen außerdem auf der Vorschlagsliste als UNESCO-Welterbe, was Flora und Fauna sicherlich dienlich sein sollte.

Kamerun selbst ist aus den vorgenannten Gründen sicherlich ein interessantes Reiseziel. Die touristische Infrastruktur ist zwar nicht gerade hoch entwickelt. Aber im Vergleich zu anderen Ländern im Raum Zentralafrika kann man Kamerun als touristisch gut entwickelt bezeichnen, außerdem wird es als vergleichsweise sicher bezeichnet.

Recht gut entwickelt ist die Infrastruktur im Bereich der großen Städte Douala (ca, 3,5 Mio Einwohner) und Yaounde (ca. 2 Mio. Einwohner). Weitere größere Städte sind Bamenda (ca. 450.000 Einwohner), Garoua (ca. 288.000 Einwohner) und Maroua (ca. 205.000). Diese Städte sind in der Regel auch sehr gut erreichbar.

Einreiseinfos Kamerun

Für die Einreise benötigen deutsche Staatsangehörige einen Pass/vorläufigen Reisepass bzw. Kinder einen Kinderreisepass. Zudem wird ein Visum benötigt, das bei der Botschaft Kameruns in Berlin oder bei den Honorarkonsuln Kameruns in Deutschland erhältlich ist. Das Visum sollte für die gesamte Aufenthaltsdauer beantragt werden, da die Verlängerung problematisch ist.

Außerdem benötigt man bei Einreise einen internationalen Impfausweis mit dem Nachweise einer gültigen Gelbfieberimpfung.

Anreiseinfos Kamerun

Flugzeug

Wer mit dem Flugzeug ins Land kommt, der muss ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorlegen. Internationale Flughafen gibt es in Douala und Yaounde. Direktflüge von Deutschland gibt es nicht, normal fliegt man von Frankfurt über Casablanca. Außerdem gibt es permanente Verbindungen von Amsterdam, Zürich oder Paris. Bei Ausreise über einen internationalen Flughafen wird normalerweise eine Flughafensteuer fällig.

KFZ, Motorrad

Es ist möglich, über den Landweg nach Kamerun einzureisen. Man benötigt einen internationalen Führerschein, eine internationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte und ein Carnet de Passage.

Schiff

Theoretisch wäre die Einreise per Schiff möglich, normal kommt man dann in der wichtigsten Hafenstadt Kameruns, Douala, an.

In Kamerun unterwegs

Das Reisen über Land ist in Kamerun relativ gut möglich. Die Straßenverbindungen sind - bezogen auf Zentralafrikanische Verhältnisse - gut. Dennoch wird die Unfallgefahr als hoch eingestuft und man rät vor Nachtfahrten ab. Nicht jede Straße ist jedoch asphaltiert. Asphaltierte Straßen findet man vor allem zwischen Douala, Yaoundé, Limbé, Buéa, Bafoussam und Bamenda. Vor allem während der Regenzeit muss man auf allen nichtasphaltierten Straßen immer wieder mit Behinderungen rechnen. Im Land werden auf Hauptstraßen viele Polizeikontrollen durchgeführt. Im Rahmen der Kontrollen muss man immer wieder mit Gefälligkeitszahlungen rechnen, um keine Probleme zu bekommen.

Taxis

Taxifahren ist im Land recht günstig. Man winkt normal und nennt sein Ziel. Liegt es auf dem Weg, dann wird man vom Taxifahrer mitgenommen. Der hat dann normal schon andere Gäste mit dabei. Wie in vielen afrikanischen Ländern üblich, kann man ein Taxi im Prinzip auch für sich selbst anmieten. Das ist aber teuerer. Wo es keine Taxis bzw. Sammeltaxis gibt, dort wird man vor allem die landestypischen Mototaxis (Mopeds mit Fahrgastplatz) vorfinden.

Busse

Busse werden vor allem Überland eingesetzt. Das ist jedoch nicht immer ungefährlich, aber dafür recht günstig. Manche Orte werden nur von Kleinbussen bedient.

Mietwagen

Mietwagen kann man vor allem in größeren Städten anmieten. In gewissen Regionen gibt es Mietwagen nur mit Fahrer - was aber aufgrund der schwierigen Verhältnisse in diesen Regionen dann auch sinnvoll ist. Vor allem im Norden des Landes wird davon abgeraten, alleine mit dem Mietwagen herumzufahren.

Bahn

Es gibt nicht sehr viele Bahnverbindungen. Die wichtigen sind Douala - Yaounde sowie Yaounde - Nagoundere. Bahnfahren wird von vielen Reisenden immer noch als ein größeres Abenteuer geschildert.

Flugzeug

Wichtige Inlandsverbindungen gibt es z. B. von Douala nach Maroua und Garoua und Yaounde

Schifffahrt

Die drei wichtigen Seehafen sind Douala, Limbe und Kribi. Vor allem von Douala gibt es einige wichtige Verbindungen. Im Land gibt es außerdem noch etliche Fährverbindungen über die Flüsse.

Sicherheit

Eigentlich wurde Kamerun nicht als extrem gefährlich bezeichnet, vor allem im Vergleich mit anderen Ländern der Region galt Kamerun als vergleichsweise sicher. Leider nahm die allgemeine Kriminalität in den letzten Jahren immer mehr zu, im Februar 2013 wurden westliche Ausländern nahe des Nationalparks Waza entführt. Die nördlichen Landesteile gelten insgesamt als sehr unsicher, ebenso die gesamte Region am Golf von Guinea (Halbinsel Bakassi und Umgebung). Außerdem kam es auch in beliebten Ferienorten wie Kribi, Limbe und den Twin Lakes bei Melong immer wieder zu Übergriffen.

Grundsätzlich wird empfohlen, nach 18.00 Uhr keine Taxis mehr zu nutzen. Außerdem sollte man ab Einbruch der Dunkelheit keine abgelegenen Gegenden und Stadtviertel aufsuchen.

Gesundheitstipps

Gesundheit

Wie eingangs erwähnt, muss man bei Einreise einen internationalen Impfpass mit gültiger Gelbfieberimpfung vorlegen. Auch sonst sollte man sich vor Einreise z. B. beim Auswärtigen Amt kundig machen. Kamerun gilt z. B. als ein typisches Malariagebiet. Man sollte in keinem Fall Leitungswasser trinken. Es wird empfohen, nur Wasser aus unangebrochenen Falschen oder z. B. gekochten Tee oder Kaffe zu trinken. Getränke mit Eis sollte man meiden. Auch beim Essen an Ständen sollte man vorsichtig sein. Der Verzehr von ungekochten Speisen und z. B. ungeschälten Obst und Gemüse ist bedenklich. Meiden sollte man stehende Gewässer im Land, welche grundsätzlich als Brutstätten gefährlicher Parasiten bezeichnet werden müssen.

Wichtig ist eine extrem gute Hygiene. Dies bedeutet, dass man sich mehr als sonst die Hände gut mit Seife wäscht (vor allem im Zusammenhang mit Essen sowie vor und nach dem Besuch einer Toilette usw.)

Sonstiges

Antike Kunstwerke dürfen nicht aus Kamerun ausgeführt werden. Beachten sollte man auch das weitreichende Fotografierverbot im Land. Tabu sind hier z. B. offizielle Gebäuden, Flughafen, Hafen, alles was mit Militär und Polizei oder z. B. mit Telekommunikation zu tun hat.

Sehr problematisch kann ein Verstoß gegen Art. 347 im Land sein, der Homosexualität bzw. homosexuelle Handlungen mit hohen Gefängnisstrafen belegt.

Geschichtliches

Um die heutige Situation Kameruns verstehen zu können, sollte man zumindest ganz grob etwas von der Geschichte des Landes wissen. Sie ist durchaus typisch für andere Länder in Afrika, welche irgendwie kolonialisiert waren.

Aus dem so genannten Deutschen Schutzgebiet von Kamerun wurde nach dem ersten Weltkrieg ein von Frankreich und Großbritannien verwaltetes Land. Daher haben sich bis heute sowohl französisch als auch englisch als Sprachen in Teilen des Landes halten können. 1960 wurde der französische Teil Kameruns unabhängig, der englische Teil folgte kurz später mehr oder weniger. Ein Teil der ehemaligen englischen Verwaltung schloss sich Nigeria an, der Rest schloss sich dem Staat Kamerun an. Hier muss man aber wissen, dass der heutige Teil Südkamerun bzw. Südwestkamerun versucht, sich von Kamerun zu lösen.

Bis in die 1980er bestand faktisch eine Diktatur im Land. Erst im Jahr 1992 fanden mehr oder weniger freie Wahlen im Land statt. Faktisch besteht heute eine Mehrparteiendemokratie, wobei die ordnungsgemäße Durchführung der Wahlen von vielen Betrachtern immer wieder angezweifelt wird. Transparency International beklagt auch die Zustände im Land und listet Kamerun in seiner Korruptionsrangliste weit oben bzw. im negativen Sinn weit hinten.

Allerdings muss man auch sagen, dass Kamerun versucht, eine stabilisierende Kraft in Zentralafrika zu sein. Man ist redlich bemüht, mit allen Nachbarstaaten ein gut funktionierendes Verhältnis aufzubauen und leistet sicherlich wichtige Beiträge für die Stabilität in der Region.

Landesinfo

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[09.2010]

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