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Infos zu Kanada

Landesinfo Kanada
Fläche: 9.984.670km²
Einwohner: ca. 33,5Mio.
Hauptstadt: Ottawa
Amtssprache: Englisch, Französisch
Zeitzone: MEZ -4,5 bis -9h
Landesvorwahl: +1
Internet-Suffix: .ca
Währung: Kanada Dollar
Strom: 110/220V 60Hz. Adapter US

Kanada ist ein faszinierendes Land, welches viele Menschen spontan zum träumen anregt. Es dürfte nach wie vor eines der begehrtesten Auswanderungsziele. Die Gründe sind vielfältig, sie liegen wohl vor allem in der scheinbar unendlichen Freiheit des Landes. Immerhin handelt es sich um das zweitgrößte Land der Erde welches sich über sechs Zeitzonen erstreckt. Dementsprechend ist Kanada ein Land voller Extreme und gänzlich unterschiedlicher Regionen. Klimatisch reicht die Spanne von mediterran (Victoria) bis arktisch im Norden. Es ist ein Land, welches Wasser scheinbar im Überfluss besitzt, angeblich könnte Kanada 1/4 des Wasserbedarfes der Welt abdecken! Außerdem besteht Kanada zu 80% aus Wald und Tundra. Geographisch könnte man das Land dreiteilen: im Westen Hochgebirgsketten (Rocky Mountains), im Süden die Great Plains und das sogenannte kanadische Schild im Norden und Osten. Relativ klar wird die Struktur des Landes anhand nachfolgender Skizze:

Provinzen Kanadas
Die Provinzen Kanadas

Der Osten - Quebec, New Brunswick, Nova Scotia, Neufundland und Labrador

Québec ist die flächenmäßig größte kanadische Provinz mit dem größten frankophonen Bevölkerungsanteil an. Die Provinz befindet sich im Südosten/Osten Kanadas. Haupstadt ist das gleichnamige Quebec, Montreal ist die größte Stadt der Provinz. Landschaftlich bietet Quebec nicht ganz den Querschnitt, den man vielleicht erwarten würde. Die fruchtbarste Region mit dem mildesten Klima ist gleichzeitig die dichtbesiedelste Region – das St. Lorenz Tiefland, welches sich vom Südwesten über Montreal bis etwa nach Quebec zieht. Im Nordosten geht die Region in eine Art arktische Tundra über. Interessanter sind die Nadelwälder im Süden bzw. Teile der Appalachen im Südosten mit ihren reizvollen Mischwäldern. Aber insgesamt reicht diese Mischung zusammen mit dem insgesamt recht europäisch wirkenden Lebensstil, um Quebec zu einer gutbereisten Region zu machen.

Montreal
Blick aufs moderne Montreal

Östlich von Quebec befindet sich New Brunswick, eine sehr waldreiche Region mit den reizvollen Ausläufern der Appalachen. Hier gibt es etliche mittelgebirgige Region mit vielen Flusstälern. Natur ist Trumpf in New Brunswick, Hauptziele des Tourismus sind daher die Naturparks (Kouchibouguac- und Fundy-Nationalpark, Mount-Carleton-Provinzpark Akadische Halbinsel). Früher war New Brunswick für viele Besucher der Inbegriff Kanadas - ein Region für Jäger und Lachsfischer. Der große Boom ist vorbei, aber die Region ist nach wie vor extrem reizvoll für jeden, der die typischen Naturerlebnisse Kanadas mit jeder Menge Outdoor-Feeling erleben möchte.

Südöstlich grenzt New Brunswick an Nova Scotia. Nova Scotia befindet sich weitestgehend auf der Halbinsel Nova Scotia, Hauptstadt ist Halifax. Die Halbinsel reicht in den Atlantik hinein, weshalb man auch hier ein Meeresklima mit milden Wintern und vergleichsweise kühlen Sommern vorfindet. Hauptsehenswürdigkeiten sind vor allem die Nationalparks Kejimkujik-Nationalpark im Süden Nova Scotias und Cape-Breton-Highlands-Nationalpark im Norden. Interessant ist sicherlich die nicht nur namentliche Ähnlichkeit zu Schottland - in manchen Regionen kommt hier echtes Schottland-Feeling auf.

Im Nordosten grenzt die Region Neufundland und Labrador an Quebec, die sich teilweise auch auf der Halbinsel Labrador befindet und an den Atlantik grenzt. Die Insel Neufundland selbst jedoch befindet sich abgetrennt vom Festland komplett im Atlantik, sie wird durch viele Fjorde und Seen sowie etliche kleine vorgelagerte Insel geprägt. Neufundland bildet gleichzeitig den östlichsten Teil Nordamerikas, der wiederum an nächsten zu Europa liegt (relativ nahe z. B. zu Grönland, Island). Größte Stadt von Neufundland und Labrador ist die Hauptstadt St. John's (ca. 106.000 Einwohner).

Ebenfalls im Südosten befinden sich die Prince Edward Islands. Diese werden oft als der Vorgarten Kanadas bezeichnet, weil hier alles äußerst nett und adrett gestaltet ist. Gleichsam wird die Gegend auch als etwas spannungsarm bezeichnet. Alles ist hier sehr ruhig und fast verschlafen, wer außerhalb der kurzen Hauptsaison kommt (Mitte Juni bis Mitte September), der steht nicht selten vor verschlossenen Türen. In der Hauptsaison locken dafür ein paar nette Küstenstreifen und viel maritimes Flair.

Der Südosten - Ontario

Ontario macht mit Quebec so etwas wie das moderne Zentrum kanadas aus. Ontario ist die bevölkerungsreichste Provinz Kanadas und neben Quebec die zweitgrößte Provinz. Hauptstadt ist Toronto, Toronto wiederum ist die größte Stadt Kanadas. Außerdem gehört die Hautpstadt Kanadas, Ottawa, auch zu Ontario. Die Provinz gehört zu den meistbesuchten Zielen in Kanada. Dabei geht es in der Region aber weniger umd die großen landschaftlichen Erlebnisse als vielmehr um die moderne Seite Kanadas mit einigen kulturellen Highlights.

Trotzdem gibt es auch landschaftlich einiges zu erkunden. So findet man im Süden eine Gegend, die enorm seenreich ist (u. a. Lake Of The Woods, Lake Superior, Huronsee, Eriesee, Ontariosee). In dieser Region, dem Golden Horseshoe, lebt ein Großteil der Einwohner Ontarios und mithin schätzungsweise 25 Prozent aller Kanadier. Ebenfalls einige Seen gibt es im Bereich des Canadian Shield, welches Zentrum und Nordwesten durchzieht und einen Großteil der Provinzfläche ausmacht. Der Nordosten wirkt dagegen etwas unwirtlich, hier findet man weite Sumpflandschaften die nahezu unbewohnt sind.

Der Südwesten - die Prairies

Wenn man von den Prairies Kanadas spricht, dann meint man in der Regel die Südwestlichen Provinzen Alberta (mit Edmonton und Calgary), Manitoba (mit Winnipeg) und Saskatchewan (mit Saskatoon und Regina). Politisch werden die drei Staaten oft mit British Columbia als der Westen Kanadas (The West) zusammengefasst. Die Prairies liegen zwischen den westlichen Ufern des Lake Superior und den Rockies.

Den Namen erhalten haben die Prairies wegen ihrer typischen Graslandschaften, die nicht selten an klassische Prairien erinnern und z. B. In Alberta häufig etwas Cowboy Feeling aufkommen lassen. Es handelt sich durchaus um eine vielfältige Region, die nicht nur aus Prärien besteht. Am typischsten für die Prairies steht sicherlich Saskatchewan, eine sehr flache Region die tatsächlich in großem Maß aus Grasland besteht. Manitoba bietet auch jede Menge flacher Prairie, hier gibt es aber z. B. im Südwesten um den Riding Mountain Nationalpark riesige Waldgebiete bis hin zu einer typischen arktischen Tundra. Alberta mit seinen teilweise mächtigen Rockies-Gipfeln im Westen sowie bekannte Orten wie Banff, Jasper, Lake Louise, der schnell wachsenden Großstadt Calgary und Edmonton ist sicherlich für viele Reisende eines der Highlights der Prairies.

Der Westen - British Columbia

In der Praxis wird der Westen Kanadas als The West definiert und The West umfasst die Provinzen British Columbia, Alberta, Saskatchewan und Manitoba. Wenn man auf die Landkarte sieht, dann könnte man die Westgrenze aber mehr oder weniger anhand der Provinz British Columbia definieren. Im Nordwesten schließen sich Yukon und die North-West Territories an. Alberta, Saskatchewan und Manitoba kann man gesondert als die Prairies betrachten.

Foto: vancouver/WorldFactbook
White Sails of Canada Place, Vancouver (Quelle)

British Columbia selbst ist eine riesige Provinz, doppelt so groß wie Kalifornien bzw. viermal so groß wie Großbritannien. Das sind schon beachtliche Maßstäbe. Auf der großen Fläche verlieren sich sozusagen etwas über 4 Millionen Menschen. Es ist damit sogar die bevölkerungsreichste Region im Westen, wobei die meisten Menschen in der Metropolregion Vancouver (ca. 2,2 Mio Menschen) leben. Über den Status von British Columbia wird immer wieder diskutiert, irgendwie ist hier alles etwas anders. Alles ist beachtlich und durchaus einzigartig in BC. Die Lebensart in British Columbia ist praktisch ganz anders als in den benachbarten Alberta, Saskatchewan und Manitoba bzw. dem Rest Canadas. Viele Betrachter sehen in der Lebensart der Menschen in British Columbia Ähnlichkeiten zu benachbarten US-Staaten wie Washington und Oregon. Auch klimatisch genießt die Region eine Sonderstellung, durch die Lage am Pazifik ist das Klima ozeanisch geprägt und die Winter sind, bezogen auf den den Rest von Kanada, vergleichsweise mild (außer im Norden Richtung Yukon). Landschaftlich erhält man hier wirklich das volle Programm – Küstenregionen am Pazifik, Bergregionen der Rockies mit bekannten Wintersportorten wie Whistler, die liebliche Weinbauregion am Okanagan Valley, den eher wilden Cape Scott Park, Regenwald auf den Queen Charlotte Islands bis hin zu den Ausläufern der Prairies im Süden.

Der Norden – Yukon, die Northwest Territories und Nunavut

Yukon ist benannt nach dem Yukon River, die Gegend ist als ehemaliges El Dorado der Goldsucher legendär. Der Boom ist schon lange vorbei, viele alte Siedlungen sind verlassen. Heute findet man eine dünn besiedelte Region vor, die aber sehr originär wirkt und vor allem unglaubliche Naturerlebnisse bietet. Die meisten Einwohner leben in der südlich gelegenen Hauptstadt Whitehorse. Whitehorse ist schon ein interessantes Ziel, für Aktivurlauber bietet der Yukon River jede Menge Angebote. Natur pur gibt es z. B. im Tombstone Territorial Park. Wer hoch hinaus möchte, der kann sich am höchsten kanadischen Berg Mount Logan (5.959 Meter) versuchen.

Östlich an Yukon schließen sich die Northwest Territories an. Für sie gilt ähnliches wie für Yukon. Es handelt sich um eine dünn besiedelte Region mit sehr originärem Charakter, allerdings sind die Territories fast dreimal so groß wie Yukon. Was für Yukon die Goldsucherei, das war für die Territories der Pelzhandel. Die Region war früher noch größer und bedeckte den Großteil Kanadas. Heute sind die Territories vor allem eine Rohstoff-Kammer für Kanada. Die Gegend gibt sich wild und unnahbar und im Norden durchaus öde, das Reisen ist hier noch ein kleines Abenteuer. Aber dafür wird man (abgesehen von den Inseln im Norden) mit Nationalparks, Seen und Gebirgen und bewaldeten Flusstälern belohnt. Einer der größten Reize könnte für manchen Interessierten die Tatsache sein, dass die Northwest Territories eher wenig touristisch sind.

Nunavut ist die nördlichste, größte und jüngste Region Kanadas (in dem Fall genauer gesagt Territorium und nicht Provinz). Das Nunavut Territorium umfasst ein Gesamtfläche von über 2 Mio. km², was immerhin ca. ein Fünftel der Gesamtfläche Kanadas ausmacht. Wenn man so möchte nimmt diese Region den Großteil des kanadischen Nordens ebenso ein wie das kanadische Arktisgebiet. Hauptort ist Iqualuit auf Baffin Island.

Wem Yukon und Northwest Territories schon etwas zu kalt und unwirtlich erscheinen, der könnte in Nunavut noch eine gewisse Steigerung erfahren. Es ist eine der dünnsten besiedelten Regionen der Welt, die wenige Menschen die hier leben sind Inuit. Und die sprechen nicht selten weder englisch noch französisch. Wer nach Nunavut kommen möchte, der muss in der Regel per Flugzeug nach Iqualuit (was nicht ganz billig ist!). Ein richtiges Straßensystem gibt es in dieser wilden und eisigen Region nicht. Bei Rekordminustemperaturen von unglaublichen -97°C sowie kurzen und kühlen Sommern im Juli und August (zwischen 7 - 15°C) ist Nunavut sicherlich vornehmlich ein Ziel von Abenteuerlustigen Besuchern. Die finden eine dünne Infrastruktur vor, welche am ehesten um die Hauptstadt bzw. Baffin Island einigermaßen ordentlich ist. Zu sehen gibt es aber sehr interessante Nationalparks, u. a. Katannilik Territorial Park, Auyuittuq National Park, Sirmilik National Park, Quttinirpaaq National Park, Ijiraliq National Park oder Ovayok Territorial Park. Wer etwas von der einzigartigen Natur in Nunavut sehen möchte, der muss in jedem Fall eine belastbare Reisekasse vorweisen können. Reisen in/nach Nunavut ist ziemlich teuer.

Allgemeine Tipps zu Kanada

Alkoholische Getränke dürfen ausschließlich innerhalb der dafür lizenzierten Lokale eingenommen werden. Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in Kanada untersagt. In Kanada ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, Transportmitteln, Einkaufszentren, Restaurants, Bars etc. verboten.

Anreiseinfos Kanada

Deutsche können als Touristen ohne Visum bis zu 6 Monaten mit einem Reisepass/vorläufigen Reispass nach Kanada einreisen. Bei Einreise wird man in der Regel von der Einwanderungsbehörde befragt. Man muss ausreichende finanzielle Mittel vorweisen und auch ein Weiterflug-/Rückflugticket vorlegen können. Nach der Befragung erhält man einen Stempel mit dem Ausreisedatum in den Reisepass. Ab 01.08.2015 wurde in Kanada das eTA-Verfahren (Electronic Travel Authorization) eingeführt, an dem von der Visapflicht befreite Deutsche Staatsangehörige spätestens ab dem 15.03.2016 im Vorfeld teilnehmen müssen. D. h.: man muss zuvor eine elektronische Einreisegenehmigung einholen, um auf dem Luftweg nach Kanada einreisen zu können (die Regelung gilt nicht für die Einreise über den Landweg!).

Die Visa- und Einwanderungsabteilung der Botschaft von Kanada in Berlin wurde am 30. April 2012 geschlossen. Zuständig ist nun die Botschaft von Kanada in Wien (Österreich). Lediglich die Anträge im Rahmen des deutsch-kanadischen Abkommens zur Jugendmobilität (International Experience Canada) werden weiterhin von der Botschaft von Kanada in Berlin bearbeitet.

flug Kanada

Anreise mit dem Flugzeug

Von Deutschland nach Kanada gibt es viele Verbindungen verschiedener Gesellschaften.

Flugzeiten Deutschland - Kanada (Durchschnittswerte ab Frankfurt/Main)

Busreise Kanada

Anreise mit Bus oder Bahn

Bahnverbindungen gibt es vor allem von und nach den USA, in der Regel von Amtrak bedient. Nach New York dauert es von Montreal z. B. ca. 10 Stunden. Schneller ist die Verbindung von Seattle nach Vancouver (ca. 4 Std.). Greyhound verbindet die USA per Bus mit Kanada. Dabei ist der Bus in jedem Fall die billigere Alternative.

verkehr Kanada

In Kanada unterwegs

Bahnfahren in Kanada ist ziemlich teuer, weshalb man im Land nicht so viel Bahn fährt. Typischerweise bewegt man sich mit dem eigenen Fahrzeug oder mit dem Bus. Das Busnetz im Land ist sehr gut und vor allem viel billiger als Bahnfahren.

Sicherlich ist das Anmieten eines Fahrzeuges (in der Regel eines Wohnmobils) das beste, was man als Tourist machen kann. Was man vielleicht beachten sollte:

Grundsätzlich darf man mit dem deutschen Führerschein in Kanada für eine begrenzte Zeit (bis drei Monate, in British Columbia bis sechs Monate) einen Mietwagen fahren. Es gibt zumindest ein Übereinkommen darüber. Allerdings kann eine Mietwagenfirma durchaus die Vorlage eines internationalen Führerscheins verlangen, weshalb man allgemein empfiehlt, einen solchen dabei zu haben. Es ist einfach besser.

Landesinfo

Weitere Infos zu Kanada

Infos zur optimalen Reisezeit für Kanada • • Montreal • • Ville Interieure, Montreal • • Provinzen Kanadas


[03.2010]

Weitere Infos im WWW

Travel Canada
Die offizielle Fremdenverkehrs-Website der Canadian Tourism Commission mit deutscher Version. Sehr umfangreiche Information zu dem nicht minder ‚umfangreichen‘ Land.
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