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reiseinfo Osterinsel/Rapa Nui
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Info zu Osterinsel/Rapa Nui, Chile

Allgemeine Daten Rapa Nui:
Fläche ca. 162,5 km²
Einwohner ca. 3.800
Hauptort Hanga Roa
Amtssprache spanisch, Rapa Nui

Die Osterinsel (auch bekannt als Rapa Nui) ist eine Insel, welche zu Chile gehört. Allerdings liegt die Osterinsel im Südostpazifik bei Polynesien, weit entfernt von jeglicher weiterer besiedelten Gegend. Die Entfernung etwa zum chilenischen Festland beträgt über 3.500km.

Zu der Osterinsel gehören auch noch ein paar vorgelagerte unbewohnte Inseln wie Motu Iti, Motu Kau Kau, Motu Nui, Motu Tautara und Motu Marotiri.

Hauptort der Osterinsel ist Hanga Roa, dort lebt die Mehrheit der Einwohner. Hanga Roa ist das Zentrum der Insel . Die Stadt beherbergt den einzigen Hafen der Insel, südlich der Stadt ist der Flughafen der Insel - Mataveri. Außerdem ist Hanga Roa im Prinzip die einzige Stadt mit einer nennenswerten Infrastruktur.

Rapa Nui ist vulkanischen Ursprungs und besteht grob gesagt aus drei (inaktiven) großen Vulkanen: Rano Kao im Südwesten, Maunga Terevaka im Norden und dem Poike. Höchster Berg ist der Maunga Terevaka mit einer Höhe von ca. 507 Metern (anderen Quellen nennen knapp 508, 525 bis hin zu 536 Metern)

Hauptsehenswürdigkeit - die Moais

Moais, Rapa Nui
Typischer Anblick: Moais auf Rapa Nui

Bekannteste Sehenswürdigkeiten der Insel sind die monumentalen Moais - Steinskulpturen mit großen Köpfen und kleinen Torsos. Wie viele es wirklich gibt bzw. gab, ist nicht klar. Wahrscheinlich waren es einmal über 1000, die höchste Zählung ergab 887 dieser monumentalen Steinfiguren. Für was sie da sind, weiß man auch nicht sicher. Vielleicht sind sie etwas sehr mystisches, vielleicht nur eine normale Art Ahnengalerie. Wahrscheinlich steckt mehr dahinter, immerhin gibt es auf der Insel noch weitere Besonderheiten. Man fand seltsame Schriften ( Rongorongo-Schrift). Es gibt die Kultstätte Orongo, den Rei-Miro Brustschmuck, diverse Höhlen, die wahrscheinlich zu Kultzwecken dienten und man fand einige eigentümliche Ritualgegenstände.

Die komplette Insel gehört als Nationalpark Rapa Nui seit 1995 zum UNESCO Welterbe. Es sind wahrscheinlich die Steinköpfe und das Geheimnis um sie, welche den Reiz der Osterinsel ausmacht. Denn im Prinzip gibt es sonst nicht ganz so viel zu sehen, die Insel ist weder sehr groß noch besonders artenreich. Neben vielen Grasflächen wurde das meiste, was heute auf der Insel wächst, von Menschen in Form von Samen und Setzlingen auf die Insel gebracht. Erwähnenswert sind die Anbauflächen an Süßkartoffeln und die Bananenpflanzungen, die in vulkanischen Bodensenken ganz gut wachsen. Karg ist auch die Tierwelt vertreten, von den ursprünglich endemischen Arten sind nur noch wenige vorhanden. Das meiste, was man heute sieht, sind Haustiere, welche eingeführt wurden.

Rapa Nui - eine wechselvolle Geschichte

Irgendwie ist die gesamte Geschichte der Insel eher traurig als lustig, die Steinfiguren scheinen mit ihren Mienen Zeugnis davon abzugeben. Möglicherweise war die Insel einmal reich an Flora und Fauna, wahrscheinlich wurde aber durch des Menschen Hand vieles zerstört. 1888 wurde die Insel von Chile vereinnahmt, danach immer wieder verramscht und von Europäern besucht, die vor allem Krankheiten einschleppten, welche wiederum einen Großteil der Bevölkerung dahinrafften. Irgendwann kam es dann zum wenig überraschenden Aufstand der Einheimischen, welche von einem unabhängigen Rapa Nui träumten. Chile fand seine Antwort darauf und stellte die Insel kurzerhand unter Kriegsrecht. Vor Ort wurde ein Militärgouverneur eingesetzt, der die Einheimischen wie Gefangene behandelte. Die Rapa Nui waren im Prinzip Chilenen ohne Recht und ohne Pass und damit ohne Reisefreiheit. Wohnen durften sie auf einem kleinen Teil der Insel, der Rest war Tabu für die Rapa Nui.

Verbessert wurde die Situation erstaunlicherweise unter dem sonst nicht gerade zögerlichen Diktator Pinochet, der sich durchaus für die Belange der Insel stark machte und so für die Leute einige Verbesserungen brachte. 1984 setzte Pinochet in Sergio Rapu den ersten Gouverneur auf der Insel ein, der im von den Rapa Nui abstammte.

Heute hat sich die Situation weiter entspannt, auch wenn die Zahl der Rapa Nui nicht wirklich zugenommen hat. Aber immerhin gibt es jetzt eine Reisefreiheit. Der International Flughafen lässt die Landung von Großraumflugzeugen zu, weshalb es mehrmals die Woche Flüge Richtung Santiago De Chile (Dauer ca. 4,5 Stunden) und nach Papeete (Tahiti) gibt.

Die Wasserversorgung wurde Ende der 1960er über Tiefbrunnen mehr oder weniger sichergestellt. Das Stromnetz wird per Dieselgeneratoren betrieben, was scheinbar reicht. Es gibt ein bescheidenes Netz an befestigten Straßen, aber die reichen aus. Letztlich gibt es nur eine Tankstelle beim Flughafen und kaum Fahrzeuge. Öffentlichen Nahverkehr gibt es praktisch nicht, was anfällt wird mehr oder weniger über Taxis erledigt.

Das Gesundheitssystem scheint ganz gut zu sein, auch wenn manche Spezialisten extra von Chile auf die Insel kommen müssen. Auch schulisch kann man auf der Insel bis zum Abitur gelangen.

Die touristische Infrastruktur ist angemessen gut. Es gibt ausreichend ordentliche Mittelklasseunterkünfte. Grundsätzlich muss man sagen, dass das auch reicht, zumal die meisten Touristen kaum mehr als drei Tage auf der Insel bleiben. Das Leben ist auf der Insel auch nicht ganz billig, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Mehrzahl der Lebensmittel von Chile oder sonst wo eingeführt werden müssen.

Touristische Ziele Osterinsel/Rapa Nui, Chile

[03.2012]


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