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Informationen zu Albanien

Landesinfo
Fläche: 28.748km²
Einwohner: ca. 3,2Mio.
Hauptstadt: Tirana
Amtssprache: Albanisch
Zeitzone: MEZ (UTC+1)
Landesvorwahl: +355
Internet-Suffix: .al
Währung: Lek
Strom: 220V 50Hz.

Albanien liegt in Südosteuropa. Das Land grenzt an Montenegro, Mazedonien, den Kosovo und Griechenland. Im Westen grenzt das Land ans Meer, genauer gesagt an die Adria und das Ionische Meer. Das Land ist (noch) kein klassisches Reiseland, besitzt aber von der Landschaft her durchaus das Potential dazu. Im Westen verfügt Albanien über eine Küstenlänge von immerhin ca. 360 Kilometer entlang des adriatischen Meeres und des Ionischen Meeres. An der Straße von Otranto ist Albanien kaum mehr als 70 Kilometer von Italien entfernt. Im Süden grenzt das Land an das griechische Festland, vom Südwesten ist es nur ein paar Kilometer von Korfu entfernt. Klimatisch passt das eigentlich auch ganz gut. An den Küsten herrscht subtropisch-mediterranes Klima. Die Sommer können hier sehr heiß werden, die Winter bleiben mild. Ähnliches gilt für die dahinter liegenden ebenen Gebiete. Anders dann in den Gebirgen. Hier ist es deutlich kühler, je höher man kommt, desto ausgeprägter wird das gebirgige Klima (mehr Infos Optimale Reisezeit Albanien).

Foto: Skanderbeg Square/WorldFactbook
Skanderbegplatz im Zentrum von Tirana (Quelle)

Albanien (albanisch: Shqipëria) ist kein ganz großes Land, aber es ist zum Beispiel größer als Wales und nur unwesentlich kleiner als etwa Belgien. In Albanien leben knapp über 3 Millionen Menschen. Viele leben in und um Tirana, insgesamt leben die meisten Einwohner an den Küstengebieten und den dahinter liegenden Ebenen. Fast 2/3 des Landes sind gebirgig, wobei sich die Gebirge teilweise auf hochgebirgigem Niveau bewegen. Der höchste Berg ist hier der Korab, der es auf eine Höhe von 2.764 Metern bringt. Die gebirgigen Regionen, und damit ein Großteil des Landes, sind nur schwer zugänglich und sehr dünn besiedelt. Albanien ist und war ein geographisch sehr bedeutendes Land, denn durch Albanien verläuft die kürzeste Verbindung zwischen Mittelmeer und östlichen Balkan sowie weiter nach Kleinasien.

Der Tourismus in Albanien ist noch nicht sehr stark entwickelt. Albanien war lange durch die politische Führung ein praktisch komplett isoliertes Land, wodurch sich keine Infrastruktur bilden konnte. Auch nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes geht es nur langsam voran. Das Land gehörte noch 2004 zu den Ländern mit der höchsten Umweltverschmutzung in Europa. Die ökologische Situation im Land ist verwirrend. Einerseits kann das Land mit einer faszinierenden, fast unberührten und intakten Natur auftrumpfen. Andererseits ist die Umweltverschmutzung in vielen Bereichen sehr schlimm. Die Müllentsorgung ist eines der großen Probleme im Land. Auch laufen viele Abwässer praktisch ungeklärt ins Meer. Die Regierung hat ein Programm aufgelegt, nach dem Albanien bis 2010 in Sachen Umweltschutz auf das Niveau anderer Länder in Mitteleuropa kommen will. Insgesamt ist die touristische Infrastruktur verbesserungsfähig. Wer in das Land fährt, darf nicht mit ganz großem Luxus rechnen. Relativ ordentliche Bedingungen findet man praktisch nur in den großen Städten und einigen bekannten Küstengebieten vor. Die großen Hotels sind normalerweise gut eingerichtet. Je kleiner und ländlicher es wird, desto geringer die Standards. Auf dem Land ist man stellenweise froh, wenn man schon mit fließend Wasser ausgerüstet ist. Noch ist es so, dass in Albanien Stromausfälle und Wasserknappheit normal sind.

Sehenswert

Interessante Ziele in Albanien

Dafür hat das Land viele Sehenswürdigkeiten im Angebot. Die Strände an der Adria und dem Ionischen Meer sind recht schön. Die Gebirge im Hinterland sind imposant und wirken unberührt, die Ebenen mit den Flüssen sind fruchtbar. Im Land findet man immer wieder gut erhaltene historische Stätten aus alter Zeit. Die wohl bekanntesten Urlaubsorte in Albanien sind Durrës, Vlora, Shëngjin und Velipoja an der Adria und Dhërmi, Himara und Saranda am Ionischen Meer. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen:

Verkehrsinfrastruktur

Die meisten Straßen in Albanien findet man traditionell entlang der Flüsse im Land. Praktisch alle Fernstraßen des Landes führen nach Tirana bzw. von dort weg. Leider wurde während der kommunistischen Herrschaft kaum in die Verkehrsinfrastruktur investiert. Das war auch kaum nötig, da bis 1990 kein Privatmann ein Auto haben durfte! Die meisten Straßen im Land sind in schlechtem bis mittelmäßigem Zustand. Nur einige Fernstraßen wurden saniert, vor allem die Straße durch das Shkumbintal und die Strecke Korca Richtung Griechenland. Relativ neu ist die Fernstraße Tirana - Durres. Seit 2007 gibt es eine kurze Autobahn von Rrogozhina - Lushnja, seit 2008 besteht der neue Abschnitt Tepelena-Gjirokastra. Für Nebenstraßen sollte man geländegängige Fahrzeuge nutzen. Außerdem sollte man bedenken, dass das Werkstattnetz sehr dünn ist. Hier wird man vor allem im Raum Tirana - Durres fündig. Auch das Tankstellennetz ist nicht sehr dicht und man erhält vor allem Diesel. Benzin kann immer mal wieder sehr stark verdünnt sein! Wer mit dem eigenen Auto in Albanien unterwegs sein will, der muss eine Straßenbenutzungsgebühr entrichten. Die lag im Januar 2011 bei 1€ für 60 Tage für PKW oder Busse bis 20 Sitzplätze.

Die Bahnlinien im Land sind in keinem besonders guten Zustand. Die meisten davon stammen noch aus der Zeit nach dem II. Weltkrieg stammen und wurden kaum verbessert. Es gibt u. a. folgende wichtige Bahnlinien: Durrës - Tirana, Durrës - Elbasan - Pogradec, Durrës - Shkodra und Durrës - Vlora. Insgesamt ist die Infrastruktur der Bahnlinien stark verbesserungsfähig.

Im Land gibt es ein paar Hafenanlagen, der wichtigste davon liegt in Durres. Von dort gibt es Fährverbindungen nach Italien (Brindisi, Bari, Ancona und Triest) sowie nach Griechenland (Igoumenitsa und Patras). Ähnliche Verbindungen gibt es vom Hafen in Vlora. Daneben gibt es noch in Shengjin einen wichtigen Hafen sowie den Hafen in Saranda, der eine Fährverbindung nach Korfu anbietet.

In Albanien gibt es praktisch nur einen internationalen Flughafen, den Flughafen Rinas (auch Mene Teres, nach Mutter Teresa benannt). Der Flughafen liegt ca. 30km nördlich von Tirana. Die Flugdauer Deutschland - Albanien beträgt knapp 2,5 Stunden.

Anreiseinfos Albanien

Zur Einreise reicht für Deutsche Staatsangehörige ein gültiger Reisepass bzw. vorläufiger Reisepass. Für Aufenthalte bis 90 Tage reicht normalerweise auch ein Personalausweis. Wie gesagt kommt man mit dem Flugzeug recht gut ins Land. Es gibt von Deutschland gute Verbindungen nach Tirana. Die Flugdauer beträgt, wie oben erwähnt, ca. 2,5 Stunden.

Entwicklung nach dem II. Weltkrieg

Das mit Blut, Schweiß und Opfern Erworbene ist einem lieb und teuer; deshalb haben wir das arme und gepeinigte Albanien der Vergangenheit verschönert und gefestigt, haben es zum Herrn gemacht, den die ganze Welt achtet, zur unbezwingbaren Festung des Sozialismus und des Kommunismus an den Küsten der Adria. (Enver Hoxha)

Albanien gehört insgesamt zu den am schlechtesten entwickelten Staaten in Europa. Die Gründe dafür kann man durchaus in der Geschichte des Landes nach dem II. Weltkrieg suchen. Das Land wurde im 20. Jahrhundert stark von Enver Hoxha geprägt. Der war von ca. 1940 bis zu seinem Tod Staatspräsident Albaniens. Er bestimmte die Geschicke des Landes vergleichsweise stark. Nach dem zweiten Weltkrieg arbeitete Albanien eng mit dem Nachbarn Jugoslawien zusammen. Allerdings war Hoxha damit wohl nie wirklich sehr zufrieden. Nachdem Jugoslawien 1948 aus dem Warschauer Pakt flog, suchte Albanien die Nähe zur Sowjetunion. Man war froh, sich vom ungeliebten jugoslawischen Nachbarn lösen zu können. Bis in die 1960er war man dann mehr oder weniger von der Sowjetunion abhängig.

Hoxha war mit der herablassenden Art der Sowjetunion sehr unzufrieden. Als sich die Sowjetunion dann wieder Jugoslawien annäherte, brach Hoxha die Verbindungen zur Sowjetunion relativ schnell ab. Die Sowjetunion stellte dann die wichtigen Getreidelieferungen ein und wollte Albanien wohl zur Vernunft bringen. Allerdings nutzte China die Gunst der Stunde und halfen den Albanern großzügig. Hoxha war darüber wohl auch sehr glücklich, weil Mao am ehesten seinen ideologischen Vorstellungen nahe kam. Die Zusammenarbeit mit China funktionierte - mehr oder weniger - bis zum Tod Maos. Danach nahm China wieder Kontakte zu westlichen Staaten auf, was Hoxha gar nicht zusagte. Die Kontakte zu China wurden stark zurück gefahren, danach drängte Hoxha sein Land praktisch in die komplette Isolation. Mit westlichen Staaten wollte er überhaupt nicht zusammenarbeiten, aus dem Warschauer Pakt war er raus, mit dem Nachbarn Jugoslawien konnte er nicht und China war nicht mehr erste Wahl. Im Staat wurden die Religionen komplett verboten, der Staat erklärte sich komplett für atheistisch. Die Partei herrschte fast diktatorisch, das Justizministerium wurde abgeschafft.

Auch wenn Hoxha eigentlich immer das Wohl Albaniens am Herz lag, so hat er das Land doch sehr hart beherrscht. Viele Betrachter bezeichneten ihn als Diktator. Umso überraschter war man, dass der Tod des Herrschers im Jahr 1985 aufrichtige Trauer in der breiten Bevölkerung auslöste. Nach 1985 kam dann, sehr langsam, ein Weg Richtung Demokratie in Gang. 1990 wurde das kommunistische Regime gestürzt. Danach folgte aber eine große Abwanderung von Albanern ins Ausland. Der weitere Weg zur Demokratie war dann mehr als beschwerlich. 1997 kam es zu einem kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruch, für den man Staat und Banken verantwortlich machte. Die meisten Albaner verloren dabei praktisch ihre kompletten Ersparnisse. Erst seit 1997, so scheint es, stabilisiert sich die Lage im Land mehr und mehr. Albanien nahm Kontakte mit einigen westlichen Ländern auf. Es gibt wirtschaftliche Vereinbarungen mit Deutschland, Albanien arbeitet sehr eng mit Italien zusammen. Im Land wurde einiges gemacht, allerdings bräuchte man noch mehr Investitionswillige Ausländer. Die sind aber immer noch zurückhaltend, weil die Situation im Land noch nicht gefestigt genug erscheint.

Seit 1998 werden die lokalen Verwaltungen in neuen Strukturen geführt. Unten stehen die Gemeinden bzw. Städte, darüber liegen die Kreise (rrethe). Sie werden wiederum zu mehreren Kreisen zusammengefasst (in der Regel 2 - 4 Kreise), die sich dann Qark nennen. Davon gibt es 12 Stück.

Wie gesagt geht es mit Albanien nur langsam aufwärts. Das Land besitzt zwar ein permanent steigendes Wachstum des Bruttosozialprodukts. Aber das war ja sowieso am Boden. Das Land ist stark abhängig von ausländischen Geldern. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. Sie soll offiziell bei 14 Prozent liegen, wird aber von vielen Betrachtern höher eingeschätzt. Es gibt Regionen, in denen 50% der Bevölkerung ohne Erwerbsmöglichkeit ist. Albanien hat immer noch Probleme bei der Wasserversorgung und der Energieversorgung. Praktisch täglich gibt es irgendwo Stromausfälle, auch die Wasserversorgung bricht immer mal wieder zusammen.

Sonstiges Wissenswerte zu Albanien

Feiertage in Albanien

Größere Städte in Albanien


[01.2011, Angaben ohne Gewähr]
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