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Infos zum Reiseziel Camargue, Frankreich

Die Camargue liegt in Frankreich eingebettet zwischen Provence, Languedoc und Cote d'Azur. Bei der Camargue handelt es sich vor allem um ein Landschaftsschutzgebiet, welches als Grande Camargue im Rhonedelta (Grand Rhone und Petit Rhone) liegt. Die Camargue ist mit über 930km² das größte Flussdeltagebiet in Westeuropa. Etwa ein Drittel der Fläche besteht aus Seen oder Moorland, knapp 820km² gehören dabei zum Landschaftsschutzgebiet des Parc Naturel Regional de Camargue. Ein Naturschutzgebiet ist die Region um den größten See der Camargue, den Etang De Vaccares.

Die Grand Camargue wird zum Departement Bouches-du-Rhône gezählt. In der Verlängerung der Grande Camargue liegt im Westen der Petite Rhone die Petite Camargue. Die "kleine" Camargue wird zum Departement Gard gezählt. Letzlich gehört ein Großteil der Camargue als Gebiet zur Stadt Arles, welche somit auch die flächenmäßig größte Gemeinde in Frankreich ist. Ein weiterer Teil der Camargue wird zur Gemeinde Saintes-Maries-de-la-Mer gezählt, was diese dann zur zweitgrößten Gemeinde im Land macht. Ein kleinerer Teil gehört zu Port-Saint-Louis-du-Rhône. Die Grenzen der Camargue werden durch den Schlamm, welcher durch die Rhone herunterkommt, ständig verändert. Aigues-Mortes z. B. war früher ein Küstenort. Heute liegt der Ort ca. 5km landeinwärts.

Die Camargue besteht zwar vornehmlich aus Sumpf- und Seengebieten, verfügt aber über recht fruchtbaren Boden, weshalb sich die Region gut für Landwirtschaft und Viehzucht eignet. Außerdem ist die Camargue als Salzgewinnungsgebiet sehr bekannt. Das Salz wird hier von großen Firmen gewonnen. Recht bekannt ist die Region für das so genannten Fleur De Sel. Insgesamt findet man mittlerweile immer mehr Salzwiesen in dem Gebiet, weil durch den Deichbau Richtung Rhone das Land nicht mehr so häufig mit Süßwasser überschwemmt bzw. gespült wird.

Bei Touristen ist die Camargue vor allem wegen der Natur beliebt. Ein Hauptanziehungspunkt sind dabei sicherlich die berühmten weißen Camargue-Pferde, die es nur in der Camargue gibt. Die Pferde sind bei Geburt relativ dunkel und erhalten ihre weiße Färbung erst ab dem Alter von ca. 5 Jahren. Außerdem wird die Region in starkem Maß von den Camargue Stieren beweidet, welche zu Stierkämpfen eingesetzt werden und deren Fleisch in der Küche der Provence eine wichtige Rolle spielt. Die Pferde und die Stiere werden vor allem auf den etwas höher gelegenen Salzsteppen gehalten. Hier baut man stellenweise auch Reis, Mais, Weizen und Wein an. An den Gewässern findet man eine vielfältige Tierwelt - u. a. kann man hier die für die Camargue typischen Flamingos beobachten. Die Tierwelt in den Süßwassersümpfen unterscheidet sich davon relativ deutlich. Dort findet man statt des Flamingos eher den Reiher vor.

In der Region gibt es zwei ganz gute Infostationen. Das Musee de la Camargue an der D570 zwischen Arles und Les Saintes-Maries-De-La-Mer informiert über die Region. Am Etang de Vaccares gibt es außerdem die schöne Beobachtungsstation La Capeliere. Auch in Arles kann man sich ganz gut im Museon Arlaten informieren - hier vor allem über das Leben der Hirten der Camargue.

Die Camargue hat ganzjährig ihre Vorzüge. Während der Frühling natürlich sehr reizvoll ist, schätzen Fachleute die Camargue vor allem im Winter als ein interessantes Reiseziel.

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